Nikotinspray: Nebenwirkungen, Überdosierung und Gegenanzeigen

Nikotinspray: Nebenwirkungen, Überdosierung und Gegenanzeigen

Nikotinspray (Dosierspray) kann je nach Produkt Ethanol enthalten. Eine Überdosierung sollte in jedem Fall vermieden werden. Bei falschem oder übermäßigem Gebrauch kann es unter anderem zu Lippenbrennen oder -kribbeln, einem Schärfegefühl und Schluckauf kommen.

Im Allgemeinen können folgende Nebenwirkungen auftreten:

Sehr häufig

Hautreizungen (z. B. Brennen, Rötung, Juckreiz, Hautausschlag, Blasenbildung, Ödeme), Kopfschmerzen, Erkältungen

Häufig

Bewegungsprobleme, Muskelschmerzen, Müdigkeit und Schlafstörungen, schlechte Träume, Magen-Darm-Beschwerden (z. B. Durchfall, Verstopfung, Blähungen Übelkeit), Husten, Schwindel, Herzrasen und Herzklopfen, Nasenbluten, gereizte Nasenschleimhaut, Schnupfnase und Niesen, gereizter Rachenraum, Hörprobleme, Konzentrationsstörungen, Nervosität

Gelegentlich

Reizbarkeit, Verwirrung, Schläfrigkeit, Albträume, Taubheitsgefühl und Gelenkschmerzen, höherer Appetit und Gewichtszunahme, Sehstörungen, Atemwegsinfektionen, Mundtrockenheit und Mundgeruch, Rückenschmerzen, Blasenentzündungen, allgemeines Unwohlsein, Migräne

Selten

Herzrhythmusstörungen, Benommenheit, Hitzegefühl, innere Unruhe, Atemstörungen, Schmerzen im Brustbereich, Entzündungen, Hautverfärbungen, allergische Reaktionen mit Schwellungen der Schleimhäute und der Haut sowie Hautrötungen

Sehr selten

Erhöhter Blutdruck, schnellerer Herzschlag

Es handelt sich hierbei um allgemeine Angaben. Weitere mögliche Nebenwirkungen sind der Packungsbeilage des jeweiligen Produktes zu entnehmen.

Wechselwirkungen bei der Verwendung von Nikotinspray

Personen, die im Rahmen einer Nikotinersatztherapie Nikotinspray verwenden, sollten auf keinen Fall rauchen! Ansonsten kann es zu Vergiftungen kommen.

Ferner kann es sinnvoll sein, folgende Wirkstoffe zu verringern oder wegzulassen:

  • Koffein

  • Pentazocin

  • Theophyllin

  • Flecainid

  • Imipramin

  • Phenacetin

  • Olanzapin

  • Fluvoxamin

  • Ropinirol

  • Tacrin

  • Phenylbutazon

  • Clozapin

  • Insulin

  • Clomipramin

Auch auf blutdrucksenkende Wirkstoffe wie Propranolol und Prazosin sollte möglichst verzichtet werden. Erfolgt keine Verringerung der genannten Wirkstoffe, können diese schwere Nebenwirkungen verursachen!

Bei den Wirkstoffen Salbutamol oder Isoprenalin (Sympathomimetika) kann es hingegen ratsam sein, die entsprechenden Dosierungen anzuheben.

Säurehaltige Getränke vermindern die Nikotinaufnahme über die Mundschleimhaut. Deshalb sollten Orangensaft und Cola während der Nikotinersatztherapie in Maßen genossen werden.

Was passiert bei einer Überdosierung des Nikotinsprays?

Wer sich mit der Verwendung von Nikotinspray vertraut macht, riskiert in der Regel keine Überdosierung. Auch sind die über das Spray aufgenommene Nikotindosis und die Wirkung im zentralen Nervensystem geringer als beim Rauchen. Bei einer Nikotintherapie werden außerdem weniger Katecholamine freigesetzt.

Mögliche Gegenanzeigen durch die Verwendung von Nikotinspray

Personen, die unter der Erbkrankheit Phenylketonurie (PKU) leiden, sowie Gelegenheitsraucher und Nichtraucher sollten auf die Verwendung von Nikotinspray verzichten. Aufgrund der hohen Dosis kann es zu Vergiftungserscheinungen kommen.

Auch in den folgenden Fällen darf kein Nikotin aufgenommen werden:

  • bei schweren Hauterkrankungen

  • bei schweren Herzrhythmusstörungen

  • bei einer Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff Nikotin

  • bei einer sich verschlechternden und instabilen Angina Pectoris

  • bei der Prinzmetal-Angina (vasospastische Angina Pectoris)

  • nach einem kürzlich aufgetretenen Schlaganfall oder Herzinfarkt

In einigen Fällen darf Nikotin erst nach Absprache mit dem Arzt eingenommen werden. Dazu zählen Personen, die unter Krämpfen der Blutgefäße, einer stabilen Angina Pectoris, Bluthochdruck, arteriellen Verschlusskrankheiten sowie Herzinsuffizienz leiden.

Erhöhte Vorsicht ist auch bei folgenden Erkrankungen geboten:

  • Schilddrüsenüberfunktion

  • Herzmuskelschwäche

  • Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus Typ 1 und 2)

  • Nierenfunktionsstörungen

  • Phäochromozytom (Nebennierenmarkstumor)

  • Leberfunktionsstörungen

  • Magengeschwüre

  • Gastritis / Magenschleimhautentzündung

  • Störungen der Blutgefäße im Gehirn

Auch hier empfiehlt es sich, vor der Verwendung von Nikotinspray zunächst eine ärztliche Beratung wahrzunehmen.

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